Flauschis Geschichte
 

Über rund zwei Jahre erzählte ich unserer Tochter, als sie noch klein war, eine Flauschi-Geschichte. Flauschi erlebte die tollsten Abenteuer – mal nachdenklich, mal spannend, aber immer auch lustig. So wurde Flauschi zur vertrauten Begleiterin unserer Tochter.

 

Nun, da unsere Kleine inzwischen groß ist begann ich damit, die Geschichten auszuschreiben. Nicht zuletzt auf gutes Zureden und Ermutigung durch meine Frau entschloss ich mich, die Geschichten zu Papier zu bringen und als Kinderbücher zu veröffentlichen – in der Hoffnung, dass die Bücher auch andere Kinder so gut unterhalten wie einst unsere Tochter.

Flauschi
KI oder nicht?

Als ich begann, Flauschis Geschichten in Kinderbücher umzuwandeln, stellte sich mir die Frage nach den Illustrationen. Bei einem Illustrator – jedenfalls bei einem, der auch sein Geld wert ist – muss man im Schnitt mit einem dreistelligen Betrag pro Zeichnung rechnen. Bei rund 40 Bildern pro Buch ist das schnell eine kostspielige Angelegenheit. Dieses Geld muss man bei dem, was man als Autor vom Verkauf eines Buches erhält, erst einmal erwirtschaften. Natürlich möchte man seine Geschichten Kindern zugänglich machen. Aber man kann auch nicht jahrelang draufzahlen.

 

Also stellte sich die Frage: Wie bekommen wir schöne, ansprechende Illustrationen für die Bücher, ohne dass wir in ein Zelt umziehen müssen? Die Antwort war schnell gefunden: Wir versuchen es einfach mit Bildern, die von KI erstellt werden. Das Ergebnis war erschütternd. Auch wenn die KI heutzutage sehr lebensechte Bilder und Filme erstellen kann, sieht die Sache, wenn es um Cartoons geht, noch anders aus. Weiter unten findet ihr ein paar Beispiele, was die KI aus den Ideen für Flauschi und Luigi „kreierte“.

Wenn man der KI freien Lauf lies, sah das so aus:

Update ab Buch zwei
"Flauschi und das Gespenst"

Ab dem zweiten Flauschi-Buch wird ein Teil des kreativen Prozesses angepasst.

 

Alle Illustrationen entstehen nun auf Grundlage eigener Skizzen von mir – einige mit Bleistift gezeichnet, andere direkt am PC. Da ich kein ausgebildeter Zeichner bin und mich in diesem Bereich Schritt für Schritt weiterentwickle, ist dieser Prozess für mich deutlich aufwendig und zeitintensiv. Jede Skizze wird im Anschluss digital weiter ausgearbeitet und koloriert, bis daraus die fertigen Illustrationen entstehen.

 

Im Zusammenhang mit der allgemeinen Diskussion rund um den Einsatz von KI in kreativen Bereichen möchte ich ergänzen, dass ich mich hierzu nicht äußern werde. Die Debatten dazu sind in vielen Bereichen sehr präsent und sehr leidenschaftlich geführt. Ich habe für mich entschieden, mich an diesen Debatten nicht zu beteiligen. Wichtig ist die inhaltliche Arbeit.

 

Am Ende zählt für mich vor allem das Ergebnis: die Geschichte, die Bilder und das Gefühl, das beim Betrachten und beim Lesen entsteht. Der Weg dorthin kann unterschiedlich aussehen – entscheidend ist, was beim Leser oder Betrachter ankommt. Mein Anspruch ist es, Bücher zu schaffen, die berühren, Freude machen und in Erinnerung bleiben. Darauf liegt mein Fokus.

 

Welche Werkzeuge im Detail zum Einsatz kommen, bleibt bewusst offen und kann von jedem für sich selbst eingeordnet werden. Im Mittelpunkt steht für mich ausschließlich die Qualität der Ergebnisse und die Wirkung der Geschichten.

 

Vielen Dank für Eure Begleitung auf diesem Weg.

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